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SCHRIFTGRÖSSEAAA
12.08.14

LSV NRW fordert Menschen und Mittel für die Arbeit im Stadtviertel

„Kümmerer“ für Wohnquartiere einstellen  

 

Sie könnten ein wichtiger Baustein für die Altenhilfe-Arbeit in Städten und Gemeinden sein: Die Landesseniorenvetretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) setzt sich bei der Landesregierung vehement für den Einsatz so genannter „Stadtteil-Kümmerer“ ein. „Die Bedeutung der Quartiere für ein möglichst lange selbst bestimmtes Leben der älter werdenden Bewohnerinnen und Bewohner wird immer wieder betont“, so die LSV-Vorsitzende Gaby Schnell, „aber es muss auch finanzielle und personelle Ressourcen geben, um die Arbeit vor Ort zu gestalten“.  

 

Der Gladbecker Seniorenbeirat hatte bei der LSV-Mitgliederversammlung im April den Antrag gestellt, beim Land eine finanzielle Förderung der Kommunen für die Einstellung solcher hauptamtlicher „Kümmerer“ einzufordern. In einem Brief an die zuständige Ministerin für Gesundheit,  Emanzipation, Pflege und Alter, Barbara Steffens, hat der Vorstand der LSV diese Forderung nun begründet.  

 

In dem Schreiben heißt es unter anderem: „Bei der Arbeit vor Ort wird deutlich, dass es nicht nur um Angebote und Informationen gehen kann, sondern dass anhaltende und aufsuchende Gemeinwesenarbeit erforderlich ist. Man braucht einen „Kümmerer“, der sich für das Quartier einsetzt, die vorhandenen Angebote zusammenführt, Angebote zur Prävention von Vereinsamung und Erkrankung macht sowie die Personen mit Unterstützungsbedarf aufsucht und ihnen Hilfen vermittelt. Dazu müssen die Kommunen in den Wohngebieten mit hohem Bedarf an Gemeinwesenarbeit Personen mit sozialpädagogischer und sozialarbeiterischer Kompetenz einsetzen können. Damit dies ermöglicht wird, ist eine finanzielle Unterstützung der Kommunen erforderlich“.  

 

Die Seniorenvertretung Köln hat bereits bei ihrer Stadtverwaltung den Antrag gestellt, solche Vermittler zwischen Stadt und Viertel-Bewohnern in einigen Stadtvierteln für eine Probephase einzustellen. Deren aufsuchende Arbeit könne einen wichtigen Beitrag dazu leisten, weitere soziale Vernetzungen in den Quartieren zu schaffen. „Ob sie dann Kümmerer oder Vermittler oder Ansprechpartner heißen: Wichtig ist die Nähe zu den Menschen“, hofft die Vorsitzende der Landesseniorenvertretung auf eine positive Nachricht aus Düsseldorf, damit das Projekt zu einer weiteren Bewältigung der Zukunftsaufgabe Alter beitragen könne.                                                                               

Gaby Schnell Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW