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18.09.13

Landesseniorenvertretung NRW fordert deutlich höhere Finanzmittel

8,7 Millionen Euro für einen Landesförderplan Alter sind zu wenig!  

 

Die Landesseniorenvertretung Nordrhein-Westfalen (LSV NRW) fordert deutlich mehr Geld für die Gestaltungsaufgabe Alter auf kommunaler wie  auf der Landesebene. Dieser Forderung schließen sich das Forschungsinstitut für Geragogik (Witten) sowie „Zwischen Arbeit und Ruhestand e.V.“ (ZWAR), an. Unterstützt wird die Forderung auch vom Kuratorium Deutsche Altershilfe (Köln), das eine eigene Pressemitteilung dazu herausgegeben hat.  

 

Am Donnerstag und Freitag dieser Woche findet die Anhörung zu einem Gesetzentwurf zu Alter und Pflege im Landtag statt. Bestandteil des Gesetzentwurfes ist auch ein so genannter Landesförderplan (§ 18 APG). Die Inhalte des Landesförderplanes sollen in einem offenen Prozess mit allen Beteiligten der Altenarbeit und -politik diskutiert werden. Angestrebt wird mit dem von der Landesregierung - federführend ist das Ministerium für Gesundheit, Emanzipation und Pflege - vorgesehenen Landesförderplan eine bessere Transparenz in der Förderlandschaft, Übersichtlichkeit und mit allen Beteiligten abgestimmte Inhalte.  

 

Der Umfang der Gestaltungsaufgabe Alter braucht aber neben transparenten Förderstrukturen, guten Konzepten, ausgebauten Strukturen sowie engagierten haupt- und ehrenamtlich Arbeitenden deutlich mehr Finanzmittel! Allein mit guten Absichten und viel Ehrenamt wird diese Aufgabe nicht im Sinne einer solidarischen Gesellschaft lösbar sein. „Mehr Geld muss her, und zwar für ein Politikfeld,  in dem die öffentlichen Mittel traditionell als bescheiden zu bezeichnen sind“, so die Vorsitzende der Landesseniorenvertretung, Gaby Schnell.  

 

Dabei begrüßt die LSV die mit einem Landesförderplan grundsätzlich verbundenen Chancen. Die demografische Entwicklung kann mit Hilfe von Prävention und Partizipation in den Kommunen, den Lebensorten aller Generationen, positiv gestaltet werden. Deshalb müssen Partizipation und Prävention auch Bestandteile der künftigen Landesförderung sein. Pflege allein kann es nicht sein!  

 

Gaby Schnell, die Vorsitzende der Landesseniorenvertretung kündigte an, dass zu den einzelnen Vorschlägen im Gesetz in der Anhörung Stellung genommen wird. Die schriftliche Stellungnahme der Landesseniorenvertretung ist unter: www.lsv-nrw.de abrufbar.

 

Autorin: Gaby Schnell Vorsitzende der Landesseniorenvertretung NRW