Die ZWAR Zentralstelle NRW lädt ein zum Impulsforum „Die Kunst der Begegnung“ am Dienstag, 14. September 2010 in Dortmund. In dieser Fachtagung geht es um Schlüsselkompetenzen und Rahmenbedingungen für ein neues, partnerschaftliches Miteinander aller Generationen im Quartier. Die Vorträge, Impulsreferate und Workshops des Impulsforums widmen sich dem Thema aus unterschiedlichen Disziplinen und Perspektiven:
Eingeladen sind hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Kommunen und Verbänden in der sozialen Arbeit mit älteren Menschen.
Insgesamt 44 Kommunen haben in den Jahren 2008-2010 in Nordrhein-Westfalen an dem
Programm „Aktiv im Alter“ teilgenommen, davon wurden 20 vom Land NRWgefördert. Nach Abschluss der Modellphase in Nordrhein-Westfalen soll nun am 21. September ein themenorientierter Erfahrungsaustausch im Rahmen einer Fachkonferenz stattfinden. Neben den Akteuren aus dem bestehenden Netzwerk „Aktiv im Alter NRW“ sind auch Interessierte an dem Programm aus anderen Kommunen in NRW herzlich eingeladen.
Als Schwerpunktthemen für die Fachtagung sind vorgesehen:
Dazwischen wird es viel Raum für den gegenseitigen Austausch geben. Die einzelnen Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben die Gelegenheit, ihre Projekte in Düsseldorf zu präsentieren.
Die ganztägige Veranstaltung wird vom Ministerium für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter des Landes NRW gefördert. Die Teilnehmer haben lediglich die Reisekosten selbst zu tragen. Organisiert wird die Veranstaltung durch Forum Seniorenarbeit
NRW.
Das Forschungsinstitut Geragorik in Witten (FOGERA) hat eine Pilotstudie erarbeitet über die Wirkungen der Arbeit der ZWAR Zentralstelle NRW und insbesondere der ZWAR Netzwerke vor Ort. Finanziert wurde die Studie dankenswerterweise vom Zukunftsfonds der Generali-Versicherungen Deutschland.
Für die Studie wurde eine Reihe von Interviews geführt und ausgewertet – mit einer Netzwerkbegleiterin, einem ZWAR-Netzwerk, einem ZWAR-Delegierten, einem Fachmitarbeiter einer Kooperationskommune usw. Zusammenfassend heißt es in der Studie:
„In der Auswertung der Interviews deutet sich … eine aus subjektiver Sicht der Interviewten erlebte hohe Wirksamkeit der ZWAR-Initiative in verschiedenen Bereichen an. Dies lässt sich in der Tendenz auf 3 Thesen zusammenführen:
Das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Nordrhein e.V. (EEB) und die ZWAR Zentralstelle NRW führen gemeinsam mit dem Ministerium für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein Westfalen (MGFFI)das Bildungs- und Qualifizierungsprogramm EFI „Erfahrungswissen für Initiativen“ durch. In enger Kooperation zwischen den EFI-Anlaufstellen, dem EEB und ZWAR werden Menschen im nachberuflichen Leben für ihre Tätigkeiten als seniorTrainerinnen und seniorTrainer qualifiziert. Das EFI-Programm möchte Menschen darin bestärken und unterstützen, ihre „Lebensqualifikationen“ für die Zivilgesellschaft einzusetzen und fruchtbar zu machen. Die Idee ist - ganz im Sinne des lebenslangen Lernens - dass Menschen über ein hohes Maß an Kompetenzen und Kontakten verfügen, die sie in die Lage versetzen, gesellschaftliche Herausforderungen zu erkennen, eigene Projekte zu entwickeln und diese mit anderen für andere umzusetzen.
Die seniorTrainerinnen und seniorTrainer gestalten kulturelles Leben in Städten und Kommunen, sie engagieren sich in der Jugendarbeit oder setzen sich für Integration ein. Sie leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Lebensqualität aller Generationen und Kulturen.
Die diesjährige Fachtagung richtet sich an die Verantwortlichen in Städten und Kommunen. Sie soll Perspektiven für die Umsetzung aufzeigen und über Chancen des zivilgesellschaftlichen Engagements im Rahmen der EFI-Projekte informieren. Sie findet statt im Reinoldinum am Schwanenwall 35 in Dortmund.
Weitere Informationen und Anmeldung bei
Evangelisches Erwachsenenbildungswerk
Nordrhein e.V.
Frau Dittmann
Graf - Recke - Str. 209
40237 Düsseldorf
FAX: 0211-3610-223
Am 7. Juni war es so weit: Nach den beiden ZWAR-Netzwerken in Lobberich und Kaldenkirchen wurde ein drittes gegründet für die Ortsteile Breyell und Schaag. Es wird zu Hause sein in der Begegnungsstätte St.Lambertus in Breyell in der Haagstraße 16, Netzwerkbegleiterin wird Sandra Hartmann sein, die Leiterin der Begegungsstätte.
Die Informations- und Gründungsveranstaltung fand am Montag. 7. Juni in der Gesamtschule Breyell statt. Der Einladung der Stadt, der katholischen Kirchengemeinde St. Lambertus Breyell und der ZWAR Zentralstelle NRW waren 60 interessierte BürgerInnen aus den Ortsteilen Breyell und Schaag gefolgt.
Das neze Netzwerk trifft sichalle zwei Wochen mittwochs von 18 - 20 Uhr im Generationentreff in der Haagstraße in Breyell - am 16. und 30. Juni, am 14. und 28. Juli usw.
Weitere Informationen bei Sandra Hartmann, Tel.: 02153/70642, E-Mail: begegnungsstaette@sankt-lambertus-breyell.de
oder im Rathaus der Stadt Nettetal bei Christian Fortmann, Seniorenberatung, Tel.: 02153/898-5026, E-Mail: christian.fortmann@nettetal.de
oder beim Fachberater der ZWAR-Zentralstelle Wolfgang Nötzold, Tel.: 0231/961317-23
E-Mail: wo.noetzold@zwar.org
Gut fünfzig Interessierte waren gekommen, nachdem die Stadt Meerbusch und die ZWAR Zentralstelle NRW mit Flyern und Plakaten zur Informations und Gründungsveranstaltung in der Kreuzkirche in Lank eingeladen hatten. Angelika Mielke-Westerlage, 1. Beigeordnete der Stadt, und Wolfgang Nötzold, Fachberater von ZWAR, stellten das Konzept vor; Gabriele Pricken als Netzwerkbegleiterin erläuterte ihre Rolle und Aufgabe und Ulrike Koch vom ZWAR Netzwerk Meerbusch-Büderich berichtete "aus dem Leben einer ZWAR-Basisgruppe" und was ZWAR für ihr eigenes Leben bedeutet. In Kleingruppen gab es erste Gespräche, Kennenlernen und Austausch zu Themen des Übergangs von Beruf und Familie in den sogen. Ruhestand und natürlich ging es auch um Wünsche und Ideen für gemeinsame Aktvitäten.
Zum ersten Treffen des neuen Netzwerks am 26. Mai kamen 21 Aktive - zu einer ersten intensiven Kennenlernrunde und zu einer Reihe erster Verabredungen: ein Stanmmtisch wurde gegründet, die erste Radtour ist in Vorbereitung, die erste Wanderung und der erste Städteausflug, eine Kreativgruppe und eine Spielegruppe sind in Planung. Die Basisgruppe trifft sich jeden zweiten Mittwoch von 18 - 20 Uhr im Pfarrzentrum Gonellastr. 18 in Meerbusch-Lank, die weiteren Termine sind also: 9. Juni, 23. Juni, 7. Juli usw. Netzwerkbegleiterin und Ansprechpartnerin vor Ort ist Gabriele Pricken, Leiterin des AWO-Begegnungszentrums in Meerbusch-Büderich, Tel. 02132-1318668. Weitere InteressentInnen sind jederzeit herzlich willkommen!
Fast 50 Delegierte von ZWAR Netzwerken in der Region Münster trafen sich am 6. Mai in den Räumen der VHS Münster, eingeladen von Anne Remme-Dören, der zuständigen Fachberaterin der ZWAR Zentralstelle NRW, zum Austausch und zur Vernetzung und um das Thema des Tages zu bearbeiten.
Als Gäste und ReferentInnen waren dabei: Gabriele Regenitter, Leiterin des Amtes
für Wohnungswesen, Thomas Schulze Aufm Hofe vom Bereich Altenhilfe der Stadt
Münster sowie Gisela Viertel als Fachbereichsleiterin der VHS Münster,
Dr. Astrid Hornschuh von der Stadt Gelsenkirchen, ZWAR Kooperationspartner
Helga Hitze und Heinz Diekel von der Seniorenvertretung Münster, Dr. Gerhild Conrad vom Verein „Gemeinschaftliches Wohnen in Münster“ und Sabine Matzke von der WohnBund-Beratung aus Bochum.
Zu Beginn ging es um die aktuelle Situation der ZWAR-Netzwerke in Münster und um
Informationen aus der ZWAR Zentralstelle NRW.
Im thematischen Teil stellten sich drei Wohnprojekte vor:
Natürlich gab es auch einen informellen Austausch bei Kaffee/Kuchen – und nach Ende des offiziellen Teils dann für Interessierte eine Führung durch die zwei realisierten Wohnprojekte.
Eine neue Broschüre mit diesem Titel zeigt Praxisbeispiele aus dem EFI-Programm in NRW. Sie soll Engagierte, Interessierte, Kommunen, Organisationen, Vereine und Verbände über das Programm „Erfahrungswissen für Initiativen in Nordrhein-Westfalen“ (EFI NRW) informieren und zeigen, was mit ihm die zahlreichen engagierten älteren Menschen bisher in Nordrhein-Westfalen bewegt haben.
Mit dem EFI-Programm wird ein neues Altersbild in der Öffentlichkeit und in der Gesellschaft verankert: Ältere Menschen engagieren sich mit ihren Erfahrungen und ihrem Wissen, werden in neuen Verantwortungsrollen aktiv. Dabei lernen sie über die begleitende Qualifizierung, ihre bestehenden Fähigkeiten neu einzuschätzen, werden für ihr Engagement qualifiziert und vernetzen sich vor Ort. Davon profitieren nicht nur die Freiwilligen selbst, sondern auch das Gemeinwesen und die Kommunen, welche auf dieses Engagement angewiesen sind. Vor allem trägt das Engagement aber auch zu mehr Selbstbestimmung und Lebensqualität im Alter bei. Die Broschüre soll dazu beitragen, noch mehr ältere Menschen für das bürgerschaftliche Engagement zu gewinnen und weitere Kommunen davon zu überzeugen, das EFI-Programm zu unterstützen! Erhältlich als Download unter http://www.forum-seniorenarbeit.de/media/custom/1759_511_1.PDF
Es war ein großes Fest für rund 50 ZWARlerInnen im Sandbauernhof in Korschenbroich-Liedberg - gemeinsam mit ihrer Netzwerkbegleiterin Petra Köhnen von der Stadt Korschenbroich:Die Abnabelung nach zwei Jahren Begleitung - der letzte Schritt in die Selbständigkeit eines selbstorganisierten Netzwerks. Der Abschied von der Gruppenbegleiterin war nicht frei von Wehmut auf beiden Seiten - zum Glück bleibt Petra Köhnen weiter eine zuverlässige Ansprechpartnerin für das ZWAR Netzwerk auf Seiten der Stadt. Wolfgang Nötzold von der ZWAR Zentralstelle gab dem Netzwerk viele gute Wünsche für das gemeinsame Miteinander der nächsten Jahre mit auf den Weg und lud die ZWARlerInnen ein, sich wie bisher weiter an der regionalen und landesweiten Vernetzung zu beteiligen.
Im Herbst 2009 sind im Gebiet der Kernstadt Korschenbroich zwei neue ZWAR Netzwerke ins Leben gerufen worden - eins trifft sich montags, eins dienstags abends von 18 bis 20 Uhr im städtischen Begegnungszentrum am Markt in Korschenbroich. Diese drei Gruppen werden in Zukunft auch gemeinsame Aktivitäten durchführen und das kulturelleLeben in Korschenbroich und seinen Stadtteilen aktiv mit gestalten. Im November wird dann ein viertes ZWAR Netzwerk in Kleinenbroich das Gruppennetz in Korschenbroich vervollständigen.
Informationen und Kontakt: Petra Köhnen, Stadt Korschenbroich, Tel. 02161-613-169 oder petra.koehnen@korschenbroich.de
Zur Gründungs- und Informationsveranstaltung mit Bürgermeister Stefan Raetz, Caritasdirektor Harald Klippel, Annegret Kastorp von der Gemeindecaritas, Wolf Kiesewetter vom ZWAR Netzwerk Hennef und Paul Stanjek von der ZWAR Zentralstelle NRW 15. April 2010 kamen fast 50 Interessierte ins Stadttheater Rheinbach an der Königsberger Straße. Sie konnten sich in aller Ruhe ein Bild von ZWAR machen und danach entscheiden, ob ZWAR etwas für sie sein könnte.
Zum ersten Treffen des ZWAR Netzwerkes nach der Gründung kamen am Montag, 19.April, 30 Menschen zu einem ersten näheren Kennenlernen und zur Verabredung erster Aktivitäten und Unternehmungen.
Alle weiteren Treffen finden statt in der Katholischen Kindertagesstätte Sankt Helena, Stauffenbergstr. 45, 53359 Rheinbach montags alle 14 Tage.
Die weiteren Termine sind:
Montag, 03.05.2010 von 18:30 – 20:30 Uhr
Montag, 17.05.2010 von 18:30 – 20:30 Uhr usw.
Zu diesen und allen folgenden Treffen sind weitere Interessierte herzlich willkommen!
Bei Fragen stehen gern zur Verfügung:
Annegret Kastorp, Caritasverband Rhein-Sieg-Kreis e.V., Tel.: 02225-992420, Email: Annegret.Kastorp@caritas-rheinsieg.de
Paul Stanjek, ZWAR Zentralstelle NRW, Tel.: 0231-961317-23, Email: pa.stanjek@zwar.org
Zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements vergibt die bundesweit wirkende Initiative "für mich, für uns, für alle", ein Zusammenschluss der Sparkassen, Bundestagsabgeordneten, Städten, Landkreisen und Gemeiden, alljährlich den Deutschen Bürgerpreis. Diese Jahr steht er unter dem Motto "Retten, Helfen, Chancen schenken".
Bewerbungschluss ist der 30.10.2010.
Weitere Informationen unter www.deutscher-buergerpreis.de
www.50plus-nrw.de - das ist die neue Adresse des Landes und des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration MGFFI. Das Portal nennt sich "Wegweiser für ältere Menschen" - auf der Startseite heißt es: Mehr und mehr ältere Menschen sind heute selbst im Internet unterwegs. Und viele jüngere Leute suchen für ältere Angehörige oder Freunde im Netz nach wohnortnahen Angeboten, zum Beispiel bei Fragen des Wohnens, der häuslichen Pflege, aber auch der Freizeitgestaltung. Für sie ist dieser Wegweiser da. Er bietet einen schnellen und unkomplizierten Zugang zu Informationen, die im Alter wichtig werden können.
Das Portal ist seit dem 10. September freigeschaltet und befindet sich im Aufbau.
Als neuen Geschäftsführer und Projektkoordinator der ZWAR Zentralstelle NRW konnte der ZWAR e.V. Christian Adams gewinnen.
Der gebürtige Dortmunder hatte im Verlauf seines beruflichen Werdegangs immer wieder Kontakt zum ZWAR e.V.: 1990 begann er sein Berufsleben dort als Praktikant. Nach dem Abschluss seines Studiums als Diplom-Pädagoge an der TU Dortmund war er von 2000 bis 2003 Fachberater der ZWAR Zentralstelle NRW und von 2005 bis 2007 Projektleiter NOVA.PE einem EQUAL-Gemeinschaftsprojekt des ZWAR e.V. Zuletzt war Christian Adams selbständiger Unternehmensberater im Bereich des Wissensmanagements.
Auch in Zukunft wird die ZWAR Zentralstelle NRW Strukturgeberin für ein selbstbestimmtes und engagiertes Leben und Älterwerden der Menschen ab 50 Jahren in Nordrhein-Westfalen sein. Durch Beratung, Qualifizierung und Vernetzung von Kommunen und Trägern der sozialen Arbeit mit älteren Menschen wird die ZWAR Zentralstelle NRW wie in der Vergangenheit ihren Beitrag zur Gestaltung des demografischen Wandels in NRW leisten.
Am 30.06.2009 verabschiedete sich der ZWAR e.V. von Ulrike Klehm als Geschäftsführerin und Projektkoordinatorin der ZWAR Zentralstelle NRW. Mit einem Festakt bedankten sich der Vorstand und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des ZWAR e.V. für die gemeinsame Arbeit und ihr 25jähriges Engagement für die Modernisierung der sozialen Arbeit für ältere Menschen in NRW. Im Mittelpunkt der Feierlichkeiten standen die Reden des 1. Vorsitzenden des ZWAR e.V. Bodo Champignon, des 2. Vorsitzenden Klaus-Dieter Kleine-Horst und des Vertreters des Ministeriums für Generationen, Familie, Frauen und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen, Peter Fettweis. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter überreichten Ulrike Klehm einen „Regenbogen“ in Form eines bunten Straußes an Geschenken und Erinnerungen. Zahlreiche ZWAR-Gruppen sprachen den Dank auf ihre Art aus. Auch eine der ältesten ZWAR-Gruppen, die Gruppe „Hoesch 2“, war vertreten, die ZWAR-Gruppe Sprint (Sprache und Integration) unterhielt mit wunderschönem Chorgesang und die ZWAR-Theatergruppe „Hassenichgesehn“ führte einige ihrer Sketche auf.
25 Jahre war Ulrike Klehm landesweit im Interesse der Menschen ab 50 Jahren tätig. Sie setzt sich ein für neue Bilder vom Alter in den Köpfen von Menschen, für die Teilhabe von Menschen an der Gesellschaft nach dem Ausscheiden aus dem Erwerbsleben und nach der Familienphase. Seit 1984 arbeitete sie für die professionelle Gründung von stadtteilorientierten Netzwerken in den Kommunen in NRW. Während ihrer Zeit als Projektkoordinatorin hat sich ZWAR von einem Dortmunder Projekt an der Universität Dortmund zur landesweit anerkannten „ZWAR Zentralstelle NRW“ entwickelt, zu einer wirksamen Strukturgeberin für das Engagement älterer Menschen und zu einer von Kommunen wie Wohlfahrtsverbänden gefragten Beratungsagentur.
25 Jahre hat Ulrike Klehm das Schiff namens ZWAR durch alle Stürme und Untiefen gesteuert, hat manche Flaute überstanden und viele Unwetter. Am 30.6.2009 war ihr letzter Arbeitstag.
Ihren beruflichen Werdegang begann Ulrike Klehm zunächst als Gymnastiklehrerin, später an der Universität Dortmund mit dem Studium zur Diplompädagogin mit dem Schwerpunkt Erwachsenenbildung. Es folgten 7 Jahre bei der Rheinisch-Westfälischen Auslandsgesellschaft RWAG. Dort beriet und betreute sie - nach einem zukunftsweisenden Konzept - Spätaussiedler und Asylanten im Rahmen der Sprachförderung. 1984 nahm sie ihre Tätigkeit im ZWAR-Projekt an der Universität Dortmund auf, ließ sich berufsbegleitend zur Gestalttherapeutin ausbilden und brachte von nun an ihre umfassenden Zusatzqualifikationen kontinuierlich sowohl in die Arbeit für und mit Menschen ab 50 Jahren als auch im Rahmen der Projektkoordination und Geschäftsführung ein. 1990 war sie eine der ersten MitarbeiterInnen, die vom neu gegründeten Trägerverein ZWAR e.V. übernommen wurde. In den 25 Jahren arbeitet Ulrike Klehm mit den bisherigen Vorstandsvorsitzenden Rudi Eilhoff, Horst Zeidler, Brunhilde Deubel und aktuell Bodo Champignon eng zusammen.
Ab dem 1.7. 2009 hat Dipl. Päd. Christian Adams, Master of Arts, die Geschäftsführung und Projektkoordination der ZWAR Zentralstelle NRW übernommen.
Weitere Informationen:
ZWAR Zentralstelle NRW Christian Adams, Geschäftsführer und Projektkoordinator
Steinhammerstr. 3, 44379 Dortmund
Tel: 0231/961317-0
Das von der ZWAR Zentralstelle NRW mit Sitz in Dortmund gemeinsam mit dem Josefsheim Olsberg und der Stadt Olsberg auf den Weg gebrachte Projekt „Gemeinsam älter werden in Olsberg“ hat den Innovationspreis der European Platform for Rehabilitation (EPR) gewonnen. Die EPR, ein europaweiter Zusammenschluss führender Sozialunternehmen aus dem Rehabilitationssektor, hatte Projekte aus ganz Europa miteinander verglichen. Das Projekt "Gemeinsam älter werden in Olsberg" erzielte die höchste Punktzahl der Wettbewerbsbeiträge.
Im ZWAR Netzwerk „Gemeinsam älter werden in Olsberg“ treffen sich alle 14 Tage Olsberger Bürgerinnen und Bürger ab 50 Jahre. Sie planen gemeinsame Aktivitäten und gestalten so ihre Lebensphase nach Erwerbs- und Familienarbeit. Im Mittelpunkt des Netzwerkes steht der Aufbau von tragfähigen Kontakten und Beziehungen untereinander. Die ZWAR Netzwerkteilnehmerinnen und –teilnehmer motivieren und unterstützen sich gegenseitig, so dass es zu einer Wiederbelebung von schon verloren geglaubter Nachbarschaft und zu bürgerschaftlichem Engagement für Stadtteil und Kommune kommt.
Die Besonderheit des Olsberger ZWAR Netzwerkes ist die Beteiligung von Nutzerinnen und Nutzern des Josefsheims, einer großen Einrichtung für Menschen mit Behinderung. Die ZWAR Zentralstelle NRW hat die Projektpartner Josefsheim und Stadt Olsberg beraten und Qualifizierungen für die Netzwerkbegleitung durchgeführt.
Das Olsberger Netzwerk ist nach dem ZWAR Konzept gegründet worden und wird auch so begleitet. In Olsberg wurden zum ersten Mal ältere Menschen mit Behinderungen gezielt angesprochen und auf die Netzwerkteilnahme vorbereitet. Ca. 1/3 der Teilnehmerinnen und Teilnehmer kommen aus dem Josefsheim. „Das ist meines Wissens europaweit das erste Projekt dieser Art“ so ZWAR-Fachberater Paul Stanjek. „Der Preis ist auch eine Anerkennung für die Teilnehmerinnen und Teilnehmer des ZWAR Netzwerkes, denn ohne sie und ihr Engagement gäbe es das ganze Projekt nicht“ so Stanjek weiter.
Weitere Informationen:
ZWAR Zentralstelle NRWPaul StanjekTel.: 0231 961317 23Email: pa.stanjek@zwar.org
Seit ihrer Gründung im Jahre 1979 stellt sich die ZWAR Zentralstelle NRW (im Weiteren ZWAR genannt) den aktuellen demographischen, sozialpolitischen und gerontologischen Herausforderungen in Nordrhein-Westfalen.
Im Ruhrgebiet gab es Ende der 70er Jahre massive Freisetzungen in der Stahlindustrie und im Bergbau. Hunderttausende Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer wurden mit 50 oder 55 Jahren in den Vorruhestand geschickt und waren damit konfrontiert, eine nachberufliche und nachfamiliäre Lebensphase von oft mehr als 30 Jahren zu gestalten.
Es waren Wolf R. Klehm und MitarbeiterInnen der Universität Dortmund sowie Rudi Eilhoff (damals aktiver Gewerkschafter und Mit-Gründer der Dortmunder Altenakademie), die hier Handlungsbedarf sahen und die ersten ZWAR Gruppen gründeten. Hier erfuhren die Vorruheständler Unterstützung und Begleitung bei ihrer Suche nach Neuorientierung und bei der Bewältigung der mit dem Verlust des Arbeitsplatzes ein-hergehenden Probleme. Gewerkschaften und Stahlindustrie begrüßten die Initiative ZWAR.
Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und sozialen Umbrüche im Ruhrgebiet ar-beitete das ZWAR Projekt so erfolgreich, dass das Land NRW im Jahre 1984 die Förderung übernahm. 1991 wurde ZWAR mit der Gründung des Trägervereins ZWAR e.V. eine überparteiliche und konfessionell unabhängige Basis gegeben. Mitglieder sind Wohlfahrtsverbände, Gewerkschaften, die Gründer von ZWAR und andere Personen des öffentlichen Lebens.
Auch über die Grenzen NRWs hinaus hat ZWAR Impulse für Selbstorganisation und gesellschaftliche Teilhabe älterer Menschen gegeben und Projekte in Rheinland-Pfalz, Berlin, Hamburg, Berlin, Sachsen-Anhalt und Brandenburg mit angestoßen und beraten.
Im Laufe der Zeit hat sich ZWAR verändert. Heute arbeitet ZWAR in der gesamten Fläche des Landes NRW, berät Kommunen, Verbände und Institutionen der sozialen Arbeit mit Menschen ab 50 Jahren und qualifiziert deren haupt- und ehrenamtliche MitarbeiterInnen. Ziele der ZWAR Beratungsarbeit sind
Im Mittelpunkt steht die Modernisierung der sozialen Arbeit mit älteren Menschen und die Förderung von Netzwerken und bürgerschaftlichem Engagement in NRW - orientiert an den Zielen der Seniorenpolitik des Landes.
Die ZWAR Gruppen haben sich zu Netzwerken weiterentwickelt und ihre TeilnehmerInnen kommen mittlerweile aus allen Schichten der Gesellschaft. Geblieben ist ihr Engagement für sich selbst und für andere, mit dem sie einen Beitrag zur gesell-schaftlichen Teilhabe älterer Menschen und zur Verbesserung der Lebensqualität in den Kommunen NRW leisten. Dort lassen sie durch ihre selbstorganisierte Netz-werkarbeit schon verlorenen geglaubte Nachbarschaftsstrukturen wieder entstehen und übernehmen soziale, politische und kulturelle Aufgaben zum Wohle des Ge-meinwesens und der Allgemeinheit.
Mittlerweile gibt es in NRW über 1300 ZWAR Netzwerke und Gruppen. Und jedes Jahr kommen neue hinzu: In 2009 gibt es Neugründungen in Gelsenkirchen, Kamen, Wuppertal, Velbert, Meerbusch, Olsberg, Schwerte, Fröndenberg, um nur einige der ca. 50 Kommunen NRWs zu nennen, in denen es ZWAR Netzwerke gibt.
Informationen: ZWAR Zentralstelle NRW, Wolfgang Nötzold, Steinhammerstr. 3, 44379 Dortmund, 0231-961317-23, wo.noetzold@zwar.org, www.zwar.org.
