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SCHRIFTGRÖSSEAAA

Über 30 Jahre ZWAR

Wie alles begann - ZWAR als Universitätsprojekt

1979 entwickelte Dr. Wolf Klehm an der Universität Dortmund das ZWAR Konzept, das er gemeinsam mit Rudi Eilhoff (†), einem Teilnehmer des Dortmunder Seniorenstudiums, im damaligen ZWAR Projekt umsetzte. Die ersten Aktivitäten des ZWAR-Projektes bestanden darin, Frauen und Männer jenseits der 50 nach dem Motto „Hilfe zur Selbsthilfe“ in ZWAR-Basisgruppen zusammenzuführen.

 

Schon hier setzten sich die Teilnehmer/innen der ZWAR-Basisgruppen selbstbestimmt und solidarisch mit den eigenen Interessen, Wünschen und Perspektiven auseinander – ein Novum zur damaligen Zeit. Eine der ersten ZWAR-Basisgruppen, die damals gegründet wurden, ist das ZWAR Netzwerk Hoesch II, das bis heute aktiv ist.

„Das Projekt ZWAR „Zwischen Arbeit und Ruhestand“ an der Uni Dortmund ist nicht darauf ausgerichtet, den aus dem Betrieb ausscheidenden Arbeitnehmer/innen sozusagen die Freizeit zu füllen. Es geht vielmehr darum, Identität, Selbstwertgefühl und Eigenverantwortung älterer Menschen zu stärken und um die Fähigkeit, soziale Beziehungen wieder herzustellen." Rudi Eilhoff, Mitbegründer des ZWAR Projekts, 1982

Erweiterung des Horizonts - Landesförderung und ZWAR Netzwerke in ganz NRW

„ZWAR hat in den gut 20 Jahren des Bestehens eine umfassende Entwicklung durchgemacht. Das Projekt hat sich vom lokal agierenden Spartenanbieter für die Umbruchphase zwischen Erwerbsarbeit und Ruhestand zum landesweit auftretenden Vollsortimenter in Sachen nachfrageorientierter Seniorenarbeit (...) gewandelt".
InWis-Institut an der Ruhr-Universität Bochum, 2000

Der frühe Erfolg des ZWAR Projektes führte 1984 erstmals zu einer Förderung durch das Land NRW. 1990 wurde der Trägerverein ZWAR e.V., parallel dazu die ZWAR Zentralstelle NRW, gegründet.

 

Mitglieder des Trägervereins sind seit jeher Wohlfahrtsverbände auf Landesebene, die Kommune Dortmund, Gewerkschaften und die Gründer von ZWAR.

 

1995 begann die ZWAR Zentralstelle NRW landesweit tätig zu werden.

Bis heute ein wirkungsvolles Konzept - ZWAR Netzwerke in über 50 Kommunen

Drei Jahrzehnte nach Gründung des ZWAR Projekts sind in rund 60 Kommunen in Nordrhein-Westfalen über 170 ZWAR-Netzwerke entstanden, in denen tausende Menschen selbstorganisierend tätig sind. Das entscheidende Verdienst der ZWAR Zentralstelle NRW ist es, die pädagogischen, sozialen und politischen Kompetenzen als ganzheitliches Konzept für die soziale Arbeit mit Menschen ab 55 Jahren für Kommunen nutzbar gemacht zu haben – ein Konzept, das im niederrheinischen Dorf genauso gut funktioniert wie in der Großstadt im Ruhrgebiet.

„Die Prognose zeigte, dass die Bevölkerungsentwicklung bis zum Jahre 2025 zu einer erheblichen Überalterung führen wird. Daraus ergab sich die Frage: „Wie geht eine Kommune damit um?" Eine Handlungsempfehlung, die wir ausgesprochen haben, war die Förderung des bürgerschaftlichen Engagements. Dazu gehörte auch das Konzept ZWAR-Gruppengründung.”
Anke Skupin, Projektleiterin „Demografischer Wandel”, Stadt Schwerte