• Sprache:
  • |tr|
SCHRIFTGRÖSSEAAA

Die Herausforderungen des demografischen Wandels

Kommunen in der Zwickmühle

Der demografische Wandel stellt unser Land vor große Herausforderungen. In der Stadt wie auf dem Land sind seine Folgen und die insgesamt veränderten Sozialstrukturen für die Menschen deutlich spürbar. Im Jahr 2030 wird nach Berechnungen des Landesbetriebes für Information und Technik NRW

 

    • die Hälfte der NRW-Bevölkerung älter als 48 Jahre sein
    • die Zahl der über 80-Jährigen sich verdoppelt haben
    • die Anzahl von Single-Haushalten, Hochaltrigkeit und alleinstehenden älteren Frauen zunehmen
    • die Schere bei den Renteneinkommen immer stärker auseinander klaffen
    • die Generation 50plus großes Interesse und ausgeprägte Bereitschaft an gemeinsamen Aktivitäten, Engagement und Beteiligung zeigen. 

Die Kommunen sind im Sinne der kommunalen Daseinsvorsorge verpflichtet, die für ein menschliches Dasein als notwendig erachteten Güter und Leistungen bereitzustellen. Die Folgen des demographischen Wandels stellen sie aber schon heute vor folgende Probleme

 

  • die angespannte Haushaltslage lässt im Bereich freiwilliger Leistungen oder personeller Ressourcen keine oder wenige Spielräume
  • eine flächendeckende Angebotsstruktur der bisherigen Altenhilfe für alle ist nicht mehr zu leisten
  • die Seniorenbegegnungsstätten alter Prägung sind auf die neuen Zielgruppen wenig vorbereitet
  • die Infrastruktur vieler Stadtteile hat sich stark verschlechtert, was es den Menschen erschwert, so lange wie möglich ohne fremde Hilfe in der eigenen Wohnung zu leben.

Neue Strategien für ein Miteinander in der Kommune

Gemeinwesenorientierung durch soziale Netzwerke im Quartier

Kommunen in NRW benötigen zuverlässige Handlungsempfehlungen für ein solidarisches und generationenübergreifendes Miteinander in einer insgesamt älter werdenden Gesellschaft.

 

Trotz knapper Kassen und Haushaltssperren – die Zeit für eine Neuausrichtung der Seniorenpolitik ist überfällig. Herkömmliche Modelle der Altenhilfe haben ausgedient. Zukunftsweisend ist eine am Gemeinwesen orientierte soziale Arbeit mit Menschen ab 55 Jahren, die das Ziel hat

  • zufriedenen Bürgerinnen und Bürger zu ermöglichen, Verantwortung für sich und die Nachbarschaft übernehmen
  • Vielfalt in lebendigen Stadtteilen der Generationen und Kulturen entstehen zu lassen
  • Menschen mit Migrationshintergrund oder Ältere mit Handicaps in die Gemeinschaft zu integrieren
  • Gesundheit präventiv und kostenschonend zu fördern (Vorbeugung von Altersdepression, Erhalt der geistigen Mobilität durch den Aufbau neuer sozialer Kontakte).

 

Mit selbstorganisierten ZWAR Netzwerken können Kommunen eine am Gemeinwesen orientierte Seniorenarbeit gewährleisten, die vor Ort Teilhabe, Mitgestaltung und bürgerschaftliches Engagement befördert.

ZWAR Zentralstelle NRW als Anlaufstelle

Impulse für die Gestaltung des demografischen Wandels

Für Kommunen in NRW, die den demographischen Wandel mit einer am gemeinwesenorienierten Seniorenarbeit und altersgerechter Quartiersentwicklung beantworten wollen, ist die ZWAR Zentralstelle NRW eine Anlaufstelle.

 

Die Aufgabe der ZWAR Zentralstelle NRW ist es, in Kommunen durch die Förderung von Selbstverantwortung und Selbstorganisation Impulse zu setzen. Sie unterstützt Kommunen darin, eine Infrastruktur für selbstorganisierte soziale ZWAR Netzwerke vor Ort aufzubauen, um so

  • Teilhabe älterer Menschen am Leben in Gemeinschaft,
  • Mitgestaltung und
  • bürgerschaftliches Engagement

zu ermöglichen.

Am Aufbau und Erhalt dieser Infrastruktur werden Akteure aller Ebenen – Mitarbeiter/innen der Kommunalverwaltung, hauptamtliche Mitarbeiter/innen der Seniorenarbeit sowie Teilnehmer/innen von ZWAR Netzwerken beteiligt. Die ZWAR Zentralstelle NRW berät und qualifiziert diese Akteure beim Aufbau der Infrastruktur und fördert so die Qualität und Langlebigkeit der ZWAR Netzwerke.

 

1979 als Initiative zur Gestaltung des Lebens in der nachberuflichen Phase gegründet, arbeitet die ZWAR Zentralstelle NRW mit Sitz in Dortmund seit 1996 als Dienstleisterin für Städte und Gemeinden, die Veränderung und Umsetzungsimpulse wünschen. Bis heute hat die ZWAR Zentralstelle NRW rund 60 Kommunen in NRW darin unterstützt, ZWAR Netzwerke auf den Weg zu bringen.